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Amami

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Amami

Beitrag von Cyfer Abendrot am Di 5 Dez - 12:25

Kichernd hüpfte Amami auf die kleine Mauer, balancierte darauf. Es war dunkel und es regnete, aber das war ihm egal. Als Kind der Unterwelt war sein Körper anders als der der schwachen Menschen. Trotzdem genoss er die Anwesenheit der Menschen, denn sie waren so... stur. Sie weigerten sich von anderen Rassen ausgerottet zu werden. Vielleicht weil sie die Urrasse waren? Nur Dämonen und Ungetüme waren nicht mit Menschen verwandt, soweit Amami wusste. "Ding-dong, muneul yeoreodao, naega watdanda, sumeuryeo haedo soyong eobseo...~" Er sang in der Nacht, blickte dann nach oben und bewunderte den Mond, der sich im Regen durchgesetzt hatte. "Kihihi~ Du bist ebenso stur wie die Menschheit. Aber Papa hat versprochen sie zu töten. Weil sie uns versucht haben zu töten..." Er war ein überlebender der Trennung - als Gehena, die Unterwelt und Meshabi, diese Welt, getrennt wurden durch die Gruppe des schwarzen Engels. "Ob er auch dich töten wird?", frug Amami an den Mond gerichtet und erst im Licht sah man die leeren, wahnsinnigen Augen. Ein Wesen geschaffen nur um den Hass aufrecht zu halten. Er hatte allen Hass seiner verstorbenen Geschwister aufgenommen, was nicht wenige waren, Unterweltwesen waren alle verschwistert. Die Dämonen die auch in der Unterwelt gelebt hatten waren ihm egal.
Die Familie war heilig. "Kkok-kkok sumeora meori~", sang er noch und streckte die Hand nach dem Mond aus, lächelte noch lieblich... Doch im nächsten Moment schloss er die Hand zur Faust, ballte sie und grinste wahnsinnig. Der Moment wo er die Faust ballte war so angepasst, dass die Wolken im gleichen Moment das Licht des Mondes wieder verschlangen.

Am Tage schlief er. Das Sonnenlicht machte ihn müde, deswegen würde sein Vater wohl noch die Sonne zerstören müssen. Amami war sehr verwöhnt. Er hatte alles bekommen, weil man große Hoffnung in ihn setzte. Der Punkt war - Amami trug so viel Hass in sich dass er selbst wohl alles tun würde um den schwarzen Engel zu töten. Auch das eigene Leben auf den Spiel setzen. Alles töten was ihm in den Weg kam. Das einzige was er kannte: Tot und Zerstörung, Wut und Hass. Er hatte noch nichts gefunden, woran er sich erfreuen konnte. Man fand ihn in einem Keller, nahm ihn mit und brachte ihn in ein Krankenhaus. Wer wusste, dass er dort die Person fand, die sein Schicksal veränderte?

Amamis Zustand gab den Ärzten ein Rätsel auf, welches sie nicht lösen konnten. Am Tage schlief er in einem totenähnlichen Zustand und in der Nacht war er auf, in Nächten wo der Mond bedeckt war sogar sehr aktiv. Er sprach nicht mit ihnen, weil er zu arrogant war. Niemals würde er mit einem Menschen sprechen, er sah nur zu ihnen hinab ohne dass sie es mit bekamen. Die Schwester, die ihn versorgte, war oft bei ihm und saß nur da, hatte die Augen geschlossen und lächelte sanft. Diese Frau machte Amami wütend, denn er wusste nicht mit ihrem Verhalten umzugehen. Er hatte sie schon abgeworfen, ignoriert, war neugierig um sie herum geschlichen. Was bezweckte sie damit? Ihm viel auf dass sie kaum etwas aß, weil sie so viel Zeit wie möglich bei ihm verbrachte, still dort sitzend und nichts sagend. Sie sah ihn nicht einmal an, was Amami fast rasend machte. Zollte sie ihm kein bisschen Respekt? Überrascht hörte er sie kichern und merkte seinen 'Fehler': Er hatte seine Hand auf ihren Arm gelegt, verwirrt zuckte er zurück und beschäftigte sich wieder anderweitig, er tänzelte umher und sang fröhlich etwas - wobei es eher creepy klang.

Nach vier Monaten gab es einen Tag, an dem die Frau nicht pünktlich kam. Amami saß ruhig auf dem Bett und blickte an die Türe, wartete. Es war nicht richtig, oder fühlte sich nicht richtig an, wenn sie nicht dort war. Er stand auf, ging aus dem Zimmer und suchte nach ihr. Er fand ihren Geruch, folgte ihm. Sie war Zuhause und er ging einfach durch die Wand hinein, sein Körper ging auf die Astralebene über und er kehrte erst auf die materielle Ebene zurück als er drin war. Sie lag am Boden mit hohem Fieber, in der Hand ihr Telefon mit einer Nummer gewählt. Amami hockte sich hin und drückte die Taste mit der die Nummer gewählt wurde. Scheinbar hatte sie sie zuende wählen können. Nur nicht auf den Hörer mehr klicken können. "Hmpf." So schwach waren Menschen. Er ging wieder, zurück auf sein Zimmer. Schlief dort selbst in der Nacht, auch am Tage. Drei Tage und Nächte, bis sie wieder dort war. Man erzählte ihr was geschehen war, alles. Auch dass er einmal fort gegangen, aber wieder gekommen war. Klar - er musste nicht mehr im Keller schlafen, da war ein Bett komfortabler. Und niemand schien etwas dagegen zu haben dass er dort war. Sie setzte sich wieder auf den Stuhl und Amami bewegte sich wieder, stand auf und sprang vom Bett, lächelte an die Decke. Sie sagte wieder nichts, nicht danke obwohl sie das Gefühl hatte, sie müsste. Mittels Magie verbot er es ihr, schränkte sie ein. "Bleib nur für immer so dort sitzen. Immer.", kicherte Amami und die Frau wirkte überrascht, dann verängstigt als Amami ihr in die Augen sah. "Bewege dich nie wieder fort bis ich meine es ist genug. Selbst im Tod nicht.", befehligte er ihr. Wenn sie könnte, wäre sie weg gerannt. War sie so naiv gewesen? Ja. Aber trotzdem hatte sie in Amami etwas geregt. Sie war nur der erste Schritt in seiner Entwicklung.

Song: https://www.youtube.com/watch?v=as-dDQJo9Ks


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Re: Amami

Beitrag von Cyfer Abendrot am Di 5 Dez - 12:43

Die Hand strich über die Gebeine dieser Frau, dessen Name er nie bekommen hatte. Das ganze Krankenhaus war inzwischen eine Ruine, und nicht nur das. Auch die daran mündende Stadt war nichts als alte, zerfallene Gebäude und Asche. Amami summte fröhlich, sie gehorchte ihm noch immer. "Ist okay. Du kannst jetzt gehen." Ein lauter Schrei hallte wieder, der Schrei der gequälten Seele die bis gerade in den Knochen gefangen gewesen war. Zur selben Zeit als die Seele die Knochen verließ zerfielen diese zu Staub. "Dankeschön.", wisperte Amami und neigte den Kopf nach unten, eine Geste die nur den wichtigsten Unterweltwesen galt. "Du hast mir gezeigt, dass ich nicht auf Vater warten muss. Ich kann auch so schon vieles bewirken. Hast du sie gesehen? Die Stadt? Sie ist nun völlig leer und du hast so viele Seelen die dir Beistand leisten, in deiner ewigen Qual." Er wirkte wirklich erfreut. Diese Art des Todes galt als Ehre. Andere hätte er einfach nur verschlungen oder komplett zerstört. Amami stand auf und war dabei, weiter zu ziehen. Um diesen Ort hatte er sich gekümmert und er übersäte diese Stadt mit schwarzen Monstern aus den Seelen der Menschen, damit niemand sich hier mehr ansiedelte. "Ich werde sie allein ausrotten. Dann wird er stolz auf mich sein. Dann bin ich endlich wer!" Er hüpfte wieder auf die Mauer und sang, das einzige Lied was er konnte, während er sich auf zur nächsten Stadt machte.


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